30.09.2026 - Lage, Lage, Lage gilt jetzt auch für Windparks: Immobilienfonds entdecken den Energiestandort als Asset

30.09.2026
Pressemitteilung
Lage, Lage, Lage gilt jetzt auch für Windparks: Immobilienfonds entdecken den Energiestandort als Asset
Seit Februar 2026 dürfen offene Immobilienfonds in Deutschland in Wind-, Solar- sowie Speicherprojekte investieren. Das Standortfördergesetz hat die steuer- und aufsichtsrechtlichen Hürden beseitigt, an denen solche Vorhaben jahrelang gescheitert sind. Für die Immobilienbranche kommt die Öffnung zu einem Zeitpunkt, an dem hohe Preise die Renditen im klassischen Geschäft drücken. Viele Fondsmanager bringen für den Schritt bereits mehr mit, als sie selbst vermuten: die Bewertung von Standorten, Risikoprüfung, Finanzierung, Asset Management. Wo die Grenzen liegen und warum sich der Blick zuerst auf bestehende Anlagen richten sollte, erklärt Thomas Hartauer, CEO des bayerischen Asset Managers und Projektentwicklers CAV Partners AG.
Wind- oder Solarparks im Portfolio eines offenen Immobilienfonds waren in Deutschland lange kaum darstellbar. „Wer eine Photovoltaikanlage selbst betrieb oder Strom verkaufte, riskierte steuerlich den Status als Investmentfonds. Das Standortfördergesetz räumt diese Unsicherheit aus“, erklärt Thomas Hartauer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. Seit Februar können sich offene Immobilienfonds mit bis zu 15 Prozent ihres Vermögens an Projektgesellschaften beteiligen, die Anlagen für erneuerbare Energien errichten oder halten. Auch Photovoltaik auf den eigenen Dächern, ergänzt um Speicher oder Ladesäulen, dürfen die Fonds jetzt selbst betreiben. Einnahmen daraus bleiben laut Hartauer gewerbesteuerfrei: „Damit öffnet sich für Immobilienfonds eine Assetklasse mit langen Laufzeiten, deren Erträge weitgehend unabhängig vom Immobilienzyklus fließen“. Und der Zeitpunkt passt: Im klassischen Immobiliengeschäft gelten die Preise aktuell vielfach als hoch, die Renditen stehen unter Druck. Parallel müssen Fondsanbieter Dekarbonisierungspflichten nachkommen und in ihren Berichten nachweisen, dass der CO₂-Ausstoß ihrer Gebäude sinkt. Das Interesse der Fondsanbieter an der neuen Option ist nach Hartauers Beobachtung deutlich spürbar.
Der Energiestandort wird selbst zum Asset
Die älteste Regel der Immobilienwirtschaft gilt zunehmend auch bei Wind- und Solarprojekten. Deren langfristiger Wert hängt weniger an der Anlage, die heute dort steht. Er ergibt sich aus gesicherten Flächen, dem Netzanschluss, der Genehmigungslage sowie dem Ertragspotenzial einer Lage. Beim Repowering werde das laut Hartauer bereits greifbar. Erreicht eine Windenergieanlage das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, lässt sich ein geeigneter Standort mit einer leistungsstärkeren Anlagengeneration weiter betreiben. „Ein gut gesicherter Energiestandort überdauert die einzelne Maschine darauf. Diese Denkweise kennen Immobilieninvestoren aus ihrem eigenen Geschäft“, erklärt der Projektentwickler. Hinzu kommt, dass Gebäude selbst Teil der Energieinfrastruktur werden. Photovoltaik auf Logistik- oder Gewerbedächern, kombiniert mit Batteriespeichern oder Ladepunkten, erweitert ein Objekt um eine energiewirtschaftliche Ebene. Da Immobilienfonds künftig auch Wind- oder Solaranlagen auf gepachteten Grundstücken errichten dürfen, muss nicht jede Fläche im eigenen Fondsbesitz sein. Mieterstrommodelle lassen sich damit ebenfalls tragfähig umsetzen. Bestandsobjekte werden aus Sicht von Hartauer auf diesem Weg deutlich aufgewertet.
Viele Kompetenzen sind schon im Haus
Für Immobilienmanager beginnt der Einstieg nicht bei null. Standortbewertung, Risikoprüfung, Finanzierung, Vertragsmanagement sowie ein Asset Management über den gesamten Lebenszyklus gehören zu ihrem Handwerk. Diese Fähigkeiten brauchen Investoren auch bei Energieinvestments. Eins zu eins übertragen lassen sie sich laut Hartauer allerdings nicht. Strommärkte, Direktvermarktung, Speicherbetrieb oder die Gestaltung von Stromlieferverträgen folgen eigenen Regeln. „Energieanlagen werden anders bewertet als Gebäude und regionale Unterschiede in der Regulierung kommen hinzu. Ein reines Buy and Hold greift bei Energieportfolios zu kurz. Die Projekte müssen über ihre gesamte Laufzeit aktiv bewirtschaftet werden“, betont der Finanzexperte. Auch nach der Neuregelung könnten Fehler in der Konstruktion den Fondsstatus gefährden. Häufig unterschätzt werde zudem, dass ein Projekt nicht nur technisch überzeugen muss. Ebenso entscheidend seien Regulierung und Vermarktung des Stroms, die von Land zu Land stark variieren. Der realistische Weg führe deshalb über Kooperationen mit spezialisierten Partnern aus dem Energiesektor, und das Interesse ist laut Hartauer groß: „Wir führen derzeit bereits zahlreiche Gespräche mit Immobilienfonds aus dem DACH-Raum, die ihr Engagement in erneuerbaren Energien auf- oder ausbauen wollen.“
Der Bestand als erster Schritt
Beim Einstieg zeichnen sich für Fondsmanager verschiedene Wege ab. Naheliegend sind Anlagen direkt an den eigenen Objekten. Daneben kommen schlüsselfertige Projekte in Betracht, außerdem Beteiligungen an Projektgesellschaften innerhalb der 15-Prozent-Quote, die eine Streuung über Technologien sowie Länder erlauben. Für offene, bereits aufgelegte Fonds spricht aus Hartauers Sicht vieles dafür, zunächst auf ältere Wind- oder Photovoltaikanlagen zu setzen. Solche sogenannten Secondaries haben Bau- wie Anlaufphase hinter sich. Ihre Erträge lassen sich anhand realer Betriebsdaten einschätzen, Verzögerungen wie bei Neuprojekten entfallen. „Bestandsanlagen liefern vom ersten Tag an Cashflows. Das passt zum Profil eines offenen Immobilienfonds, der seinen Anlegern eine verlässliche Ausschüttung schuldet“, erklärt Hartauer. Bau- oder gar Entwicklungsrisiken sollten Immobilienfonds in dieser frühen Phase meiden. Professionell begleitet können Bestandsinvestments einen substanziellen Beitrag zur Stabilisierung der Ausschüttung leisten. „Am Anfang steht eine nüchterne Bestandsaufnahme: Welche Objekte eignen sich für eigene Anlagen, welche Beteiligungen passen zur Fondsstrategie?“, rät Hartauer abschließend.
Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) ist auf die maßgeschneiderte Gestaltung von Kapitalanlagen mit Fokus auf Erneuerbare Energien für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarkt spezialisiert. Ergänzend zu ihrem Kerngeschäft realisiert die CAV seit 2021 eigene Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien. Im Windenergiebereich hat die CAV im Jahr 2025 mehrere neue strategische Partnerschaften geschlossen. Mit eigenen, unabhängigen Teams in Deutschland und Italien entwickelt und realisiert das Unternehmen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen. Gemeinsam mit ihren strategischen Partnern setzt die CAV darüber hinaus Windenergie- und Repowering-Projekte in Deutschland um und übernimmt dabei als Projektsteuerer sämtliche organisatorischen, planerischen und rechtlichen Aufgaben. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Projektentwicklung bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau sowie dem langfristigen Betrieb der Photovoltaik- und Windenergieanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit 2022 baut die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum kontinuierlich aus: Neben der kaufmännischen Betriebsführung der eigenen Anlagen bietet sie diese Expertise inzwischen europaweit auch externen Wind- und Solarfonds im Rahmen der Geschäftsführung an. Heute ist die CAV Unternehmensgruppe mit 35 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in sechs europäischen Ländern tätig.
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Immobilien und Erneuerbare Energien: Zwei Assetklassen rücken näher zusammen

14.09.2026
Immobilien und Erneuerbare Energien: Zwei Assetklassen rücken näher zusammen
Immobilien und Erneuerbare Energien galten für viele Investoren lange als weitgehend getrennte Anlagewelten. Auf der einen Seite standen Gebäude und Grundstücke, auf der anderen Windenergie- und Photovoltaikanlagen. Inzwischen nähern sich beide Bereiche deutlich an. Das liegt nicht nur daran, dass Immobilien selbst zunehmend Teil der Energieinfrastruktur werden. Auch aus Investorensicht weisen beide Assetklassen mehr Gemeinsamkeiten auf, als es auf den ersten Blick scheint.
Warum Immobilieninvestoren Erneuerbare entdecken
Das Marktumfeld für Immobilieninvestments hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Finanzierung, Eigenkapitalanforderungen und die Bewertung von Projektrisiken haben an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig suchen institutionelle Investoren, Family Offices und andere langfristig orientierte Anleger nach Möglichkeiten, ihre Portfolios breiter zu diversifizieren.
Erneuerbare Energien können hier eine zusätzliche Infrastruktur-Assetklasse darstellen. Wind- und Solarprojekte sind auf lange Betriebszeiträume ausgelegt und können langfristige Cashflows erwirtschaften. Dabei unterscheiden sich die wirtschaftlichen Profile je nachdem, ob in Bestandsanlagen, Projektentwicklungen oder ganze Portfolios investiert wird.
Hinzu kommt, dass sich der Markt professionalisiert hat. Während in der Vergangenheit häufig einzelne Projekte im Mittelpunkt standen, gewinnen heute Portfolios aus Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeichern an Bedeutung. Unterschiedliche Technologien und Standorte können dazu beitragen, Risiken innerhalb eines Portfolios breiter zu verteilen.
Über diese Entwicklung sprach CAV-Vorstandsvorsitzender Thomas Hartauer kürzlich mit der Immobilien Zeitung.
➡️ Zum Interview in der Immobilien Zeitung
Viele Kompetenzen sind bereits vorhanden
Der Einstieg in eine neue Assetklasse bedeutet nicht zwangsläufig, bei null anzufangen. Gerade professionelle Immobilieninvestoren verfügen über Kompetenzen, die auch für Investitionen in Erneuerbare Energien von zentraler Bedeutung sind.
Dazu gehören die langfristige Bewertung eines Standorts, die Prüfung von Investitionsrisiken, Finanzierung und Vertragsmanagement ebenso wie ein professionelles Asset Management über den gesamten Lebenszyklus eines Investments.
Dennoch lassen sich die Erfahrungen aus dem Immobiliensektor nicht eins zu eins übertragen. Strommärkte, regulatorische Rahmenbedingungen und die Vermarktung der erzeugten Energie erfordern spezifische Expertise. Auch regionale und nationale Unterschiede spielen eine erhebliche Rolle. Investoren müssen daher nicht nur die technische Qualität eines Projekts beurteilen, sondern auch dessen regulatorisches und energiewirtschaftliches Umfeld.
Genau hier liegt eine wesentliche Entwicklung des Marktes: Ein reines „Buy and Hold“ greift bei modernen Energieportfolios zu kurz. Wind-, Solar- und Speicherprojekte müssen über ihre gesamte Laufzeit aktiv bewirtschaftet und an sich verändernde Marktbedingungen angepasst werden.
Der Energiestandort wird selbst zum Asset
Eine der interessantesten Parallelen zur Immobilienwirtschaft zeigt sich beim Standort.
„Lage, Lage, Lage“ gilt zunehmend auch für Erneuerbare Energien. Der langfristige Wert eines Wind- oder Solarprojekts hängt nicht ausschließlich von der heute installierten Anlage ab. Entscheidend sind unter anderem gesicherte Flächen, Netzanschluss, Genehmigungssituation, Ertragspotenzial und die Möglichkeit, einen Standort technologisch weiterzuentwickeln.
Gerade beim Repowering wird diese Entwicklung sichtbar. Erreicht beispielsweise eine Windenergieanlage das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, kann ein geeigneter Standort mit einer neuen, leistungsfähigeren Anlagengeneration weiter genutzt werden. Damit kann der Wert eines gesicherten Energiestandorts die Lebensdauer einer einzelnen Anlage deutlich übersteigen.
Für Investoren verändert sich dadurch die Betrachtungsweise. Nicht mehr allein die aktuelle Anlage steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, welches langfristige Potenzial ein Standort bietet.
Gleichzeitig wachsen Immobilien und Energieinfrastruktur auch physisch zusammen. Photovoltaikanlagen auf Gewerbe- und Logistikimmobilien, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur oder kombinierte Versorgungskonzepte können Immobilien um eine zusätzliche energiewirtschaftliche Dimension erweitern.
Zwei Welten mit zunehmenden Schnittmengen
Erneuerbare Energien ersetzen Immobilieninvestments nicht. Sie können jedoch eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, langfristig orientierte Portfolios zu diversifizieren.
Für Immobilieninvestoren ist der Schritt dabei oftmals weniger groß, als zunächst angenommen. Standortqualität, langfristige Planung, Finanzierung, Risikomanagement und Asset Management gehören bereits zu ihren Kernkompetenzen. Ergänzt um energiewirtschaftliches und technisches Know-how entsteht daraus eine zunehmend interessante Verbindung zweier bislang häufig getrennt betrachteter Assetklassen.
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10.09.2026 - Alte Windparks werden zur neuen Anlagechance

Pressefoto:
Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender/CEO und Gründer der
CAV Partners AG
Bildnachweis: CAV Partners AG
10.09.2026
Pressemitteilung
Halb so viele Anlagen, dreifacher Ertrag: Alte Windparks werden zur neuen Anlagechance
2025 gingen in Deutschland 279 Windenergieanlagen mit zusammen 1.548 Megawatt im Rahmen von Repowering neu ans Netz. Das ist der höchste absolute Wert seit Beginn der Statistik. Gleichzeitig ist rund die Hälfte der deutschen Windparks mindestens 15 Jahre alt, etwa 10.400 Anlagen sind älter als 20 Jahre. Für institutionelle und semiprofessionelle Investoren verschiebt das den Blick vom Neubau auf der grünen Wiese hin zum bereits erschlossenen Energiestandort. Entscheidend ist dabei weniger das Alter der Altanlage als die Frage, ob sich ein Standort in die nächste Anlagengeneration überführen lässt. Worauf es für Anleger zu achten gilt, erklärt Thomas Hartauer, CEO des Bayerischen Asset Managers CAV Partners AG.
Die Windenergie an Land hat 2025 mit 5.232 Megawatt Bruttozubau das zweitbeste Ausbaujahr ihrer Geschichte erreicht. Das ist ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Knapp 30 Prozent dieser Leistung entfielen auf Repowering, also auf den Ersatz von Altanlagen an bestehenden Standorten. Dass dieser Anteil gegenüber 2024 um sieben Prozentpunkte gesunken ist, führt in die Irre: „In absoluten Zahlen war 2025 mit 1.548 Megawatt das stärkste Repowering-Jahr überhaupt. Der Anteil sank nur deshalb, weil der Gesamtzubau noch schneller gewachsen ist“, erklärt Thomas Hartauer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. Zum Jahresende seien bundesweit 29.226 Anlagen mit 68.067 Megawatt in Betrieb gewesen, mit einem Durchschnittsalter von 15,5 Jahren[1]. „Rund 12.600 Megawatt haben keinen Vergütungsanspruch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz mehr. Damit rückt ein erheblicher Teil des deutschen Windbestands in die Phase, in der über Weiterbetrieb, Rückbau oder Repowering neu entschieden werden muss“, berichtet Hartauer. Er fährt fort: „Repowering verbindet technologische Weiterentwicklung mit der langfristigen Nutzung etablierter Energiestandorte.“
Der Energiestandort wird selbst zum Asset
Der wirtschaftliche Hebel liegt in der Technik: Ältere Bestandsanlagen kommen im Mittel auf 2,33 Megawatt Generatorleistung, die 2025 neu errichteten Anlagen bereits auf 5,46 Megawatt. Für Investoren zählt laut Hartauer dabei weniger die Nennleistung als der tatsächliche Stromertrag – und der steigt noch stärker, weil größere Rotoren und höhere Nabenhöhen zusätzliche Volllaststunden bringen. Der Bundesverband WindEnergie nennt als Faustformel: Bei einer Halbierung der Anlagenzahl kann eine Verdopplung der installierten Leistung und eine Verdreifachung des Stromertrags erreicht werden. Der Vorteil gegenüber einer Neuentwicklung liegt im etablierten Standort: gesicherte Flächenbeziehungen, bestehende Infrastruktur, vorhandene Netzanschlusspunkte und belastbare Ertragsdaten können Entwicklungsrisiken reduzieren. Auch regulatorisch bestehen Erleichterungen. Paragraf 16b des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sieht für Repowering ein besonderes Änderungsgenehmigungsverfahren vor, bei dem grundsätzlich nur die durch das Vorhaben ausgelösten nachteiligen Veränderungen geprüft werden. Raumordnungs-, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht sowie die Prüfung geschützter Lebensräume und Vogelarten bleiben davon allerdings unberührt. „Repowering bedeutet für uns nicht, eine alte Anlage einfach durch eine neue zu ersetzen“, so Hartauer. Entscheidend sei die Frage, welches langfristige Potenzial in einem bereits erschlossenen Energiestandort steckt. Genau dort entstehe aus einem bestehenden Asset ein neuer Investitionszyklus.
Die erwartete Rückbauwelle bleibt aus
Trotz des großen Altbestands wurden 2025 lediglich 456 Anlagen mit 631 Megawatt stillgelegt, rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Das durchschnittliche Betriebsalter beim Rückbau lag bei 23 Jahren. [2] Der Rückbau folgt damit weniger dem Förderende als der Repowering-Aktivität: Altanlagen gehen häufig dann vom Netz, wenn ein Nachfolgeprojekt ansteht. Mehrere Faktoren bremsen das. Zum einen sind moderne Anlagen deutlich größer, das heißt ein alter Windpark lässt sich nicht Anlage für Anlage ersetzen. Zum anderen müssen Abstände, Schall, Schattenwurf und Artenschutz zum heutigen Anlagentyp passen. Und Paragraf 16b setzt beim vollständigen Austausch zudem voraus, dass die neue Anlage höchstens im Abstand des Fünffachen ihrer Gesamthöhe vom Altstandort errichtet wird und grundsätzlich binnen 48 Monaten nach Rückbau entsteht. Hinzu kommen neu zu ordnende Pachtverhältnisse und die Netzsituation: Wo aus einem ein- oder zwei-Megawatt-Standort künftig sechs oder sieben Megawatt werden, muss die zusätzliche Einspeiseleistung netzseitig verfügbar sein. „Nicht jede alte Windenergieanlage ist automatisch ein attraktives Repowering-Investment“, ordnet Hartauer ein. Der Wert liege in der Qualität des Standorts, nicht im Alter der Maschine.
Zweitmarkt: Hier kommt der Bestand zuerst in Bewegung
Repowering-Projekte wurden 2025 in zwölf Bundesländern realisiert. In absoluten Zahlen führen Niedersachsen mit 430, Nordrhein-Westfalen mit 299 und Sachsen-Anhalt mit 275 Megawatt. Gemessen am jeweiligen Landeszubau liegt Sachsen-Anhalt mit 83 Prozent vorn, gefolgt von Sachsen mit 59 und Rheinland-Pfalz mit 46 Prozent. Sachsen hat mit durchschnittlich 20,8 Jahren zugleich den ältesten Anlagenpark. Dort verlieren bis Ende 2029 rund 61 Prozent der installierten Leistung den Vergütungsanspruch, in Sachsen-Anhalt gut die Hälfte. Für die kommenden drei bis fünf Jahre erwartet Hartauer deutlich zunehmende Repoweringaktivitäten, aber keine plötzlich einsetzende Welle. Eine vergleichbare Logik zeichnet sich in der Photovoltaik ab, wo moderne Module mit 22 bis 24 Prozent Wirkungsgrad gegenüber älteren Generationen mit rund 17 Prozent deutlich mehr Leistung auf derselben Fläche ermöglichen. Für Hartauer gewinnt damit auch der Zweitmarkt für Investoren an Bedeutung: Bestehende Standorte müssen zunehmend über ihren gesamten Lebenszyklus und ihr Repowering-Potenzial bewertet werden. „Wer Bestandsstandorte bewerten will, braucht den Blick über den gesamten Lebenszyklus, von Flächensicherung und Genehmigungsfähigkeit über Netzkapazität bis zum langfristigen Betrieb“, so Hartauer.
Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) ist auf die maßgeschneiderte Gestaltung von Kapitalanlagen mit Fokus auf Erneuerbare Energien für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarkt spezialisiert. Ergänzend zu ihrem Kerngeschäft realisiert die CAV seit 2021 eigene Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien. Im Windenergiebereich hat die CAV im Jahr 2025 mehrere neue strategische Partnerschaften geschlossen. Mit eigenen, unabhängigen Teams in Deutschland und Italien entwickelt und realisiert das Unternehmen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen. Gemeinsam mit ihren strategischen Partnern setzt die CAV darüber hinaus Windenergie- und Repowering-Projekte in Deutschland um und übernimmt dabei als Projektsteuerer sämtliche organisatorischen, planerischen und rechtlichen Aufgaben. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Projektentwicklung bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau sowie dem langfristigen Betrieb der Photovoltaik- und Windenergieanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit 2022 baut die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum kontinuierlich aus: Neben der kaufmännischen Betriebsführung der eigenen Anlagen bietet sie diese Expertise inzwischen europaweit auch externen Wind- und Solarfonds im Rahmen der Geschäftsführung an. Heute ist die CAV Unternehmensgruppe mit 35 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in sechs europäischen Ländern tätig.
[1] Quelle: Fachagentur Wind und Solar (Hrsg.), „Status of Onshore Wind Energy Development in Germany, Year 2025″, Autor Jürgen Quentin, veröffentlicht am 15. Januar 2026.
[2] Fachagentur Wind und Solar (Hrsg.), „Status of Onshore Wind Energy Development in Germany, Year 2025″, Autor Jürgen Quentin, veröffentlicht am 15. Januar 2026.
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27.08.2026 - CAV Partners AG blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück - Veröffentlichung der Leistungsbilanz 2025

Pressefoto:
(v.l.n.r.) Andreas Roth, Vorstand und Gründer, Hubertus Päffgen, Vorstand und Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender/CEO und Gründer der CAV Partners AG
Bildnachweis: CAV Partners AG
27.08.2026
Pressemitteilung
CAV Partners AG blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück – Wachstum mit Substanz in einem sich neu ordnenden Markt
– Veröffentlichung der Leistungsbilanz 2025 –
Die CAV Unternehmensgruppe aus Regenstauf, Asset Manager und Spezialist für Kapitalanlagen in Wind-, Photovoltaik- und Speicherprojekte, zieht mit der Veröffentlichung ihrer Leistungsbilanz ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2025.
Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfelds konnte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen und seine Position als Asset Manager und Projektentwickler im Bereich Erneuerbare Energien weiter stärken. Ein Großteil der Beteiligungen entwickelte sich planmäßig oder übertraf die Prognosen. Gleichzeitig startet die CAV Partners AG mit zusätzlichem Rückenwind in das Jahr 2026: Das verwaltete Eigenkapital ist seit Jahresbeginn von 106,144 Mio. Euro auf 121,984 Mio. Euro gestiegen – ein Anstieg von rund 15 Prozent und Ausdruck der zukünftigen strategischen Bedeutung von Erneuerbaren Energien für Investoren.
„2025 hat gezeigt, dass langfristiges Wachstum nicht von kurzfristigen Marktbewegungen abhängt, sondern von einer klaren Strategie, belastbaren Projekten und konsequenter Umsetzung“, erklärt Thomas Hartauer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. „Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld zeigt sich der Wert einer langfristigen Strategie. Die Leistungsbilanz bestätigt, dass wir unser Geschäftsmodell konsequent weiterentwickeln und damit stabile Ergebnisse für unsere Investoren erzielen.“
Die Leistungsbilanz dokumentiert erneut die positive Entwicklung der breit gestreuten CAV-Beteiligungen. Ein Großteil der Portfolios entwickelte sich planmäßig oder übertraf die prognostizierten Ausschüttungen. Die Ergebnisse bestätigen den langfristigen Investmentansatz der CAV Partners AG. Grundlage dafür sind eine sorgfältige Auswahl der Beteiligungen, realistische Zukunftsannahmen, aktives Asset Management und eine breite Diversifikation innerhalb der Erneuerbaren Energien.
Operativ wurde 2025 die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens konsequent vorangetrieben. Neben Investitionen in Bestandsanlagen am Zweitmarkt baute die CAV ihre Aktivitäten im Erstmarkt sowie in der eigenen Projektentwicklung deutlich aus. In Deutschland verfügt die Unternehmensgruppe über 9 projektreife Photovoltaikvorhaben mit einer Leistung von über 195 MWp. Parallel wurden neue strategische Partnerschaften im Windenergiebereich geschlossen und weitere Projekte in Deutschland und Italien entwickelt. Diese breite Aufstellung stärkt die Position der CAV Partners AG als integrierter Anbieter für Investitionen in Erneuerbare Energien.
Gleichzeitig konnte auch das Geschäftsfeld der kaufmännischen Betriebsführung für Dritte deutlich ausgebaut werden. Durch Akquisitionen von mehreren deutschen und europäischen Windkraftbeteiligungen wurde das Gesamtportfolio signifikant erweitert.
Der Blick richtet sich nun auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2026. Der Anstieg des verwalteten Eigenkapitals spiegelt sowohl den erfolgreichen Ausbau bestehender Geschäftsbereiche als auch neue Investitionen und Fortschritte in der Projektentwicklung wider. Gleichzeitig nimmt das Interesse von Investoren an Erneuerbaren Energien weiter zu. Neben Rendite- und Nachhaltigkeitsaspekten rückt zunehmend auch die geopolitische Dimension in den Fokus: Investitionen in Erneuerbare Energien gelten zunehmend als Beitrag zu einer sicheren, unabhängigen und langfristig stabilen Energieversorgung. Die CAV Partners AG setzt ihre Strategie daher konsequent fort, das Portfolio ausgewogen zwischen Investitionen am Erst- und Zweitmarkt sowie der eigenen Projektentwicklung weiterzuentwickeln und ihre Aktivitäten in Deutschland und weiteren europäischen Märkten auszubauen.
„Unser Ziel ist es, Wachstum mit langfristiger Stabilität zu verbinden. Die Entwicklung des verwalteten Eigenkapitals zeigt, dass wir mit unserem integrierten Geschäftsmodell und unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Für unsere Investoren schaffen wir damit eine belastbare Grundlage für langfristigen Erfolg und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa“, betont Hartauer.
Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) ist auf die maßgeschneiderte Gestaltung von Kapitalanlagen mit Fokus auf Erneuerbare Energien für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarkt spezialisiert. Ergänzend zu ihrem Kerngeschäft realisiert die CAV seit 2021 eigene Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien. Im Windenergiebereich hat die CAV im Jahr 2025 mehrere neue strategische Partnerschaften geschlossen. Mit eigenen, unabhängigen Teams in Deutschland und Italien entwickelt und realisiert das Unternehmen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen. Gemeinsam mit ihren strategischen Partnern setzt die CAV darüber hinaus Windenergie- und Repowering-Projekte in Deutschland um und übernimmt dabei als Projektsteuerer sämtliche organisatorischen, planerischen und rechtlichen Aufgaben. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Projektentwicklung bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau sowie dem langfristigen Betrieb der Photovoltaik- und Windenergieanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit 2022 baut die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum kontinuierlich aus: Neben der kaufmännischen Betriebsführung der eigenen Anlagen bietet sie diese Expertise inzwischen europaweit auch externen Wind- und Solarfonds im Rahmen der Geschäftsführung an. Heute ist die CAV Unternehmensgruppe mit 35 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in acht Ländern weltweit tätig.
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Windkraft braucht Tempo - aber vor allem verlässliche Rahmenbedingungen

25.06.2026
News
Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung des Presseclubs Regensburg sprach Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender und Gründer der CAV PARTNERS AG, gemeinsam mit Tobias Baierl, Geschäftsführer der EXPEC Green Energy GmbH, über die Zukunft der Windenergie in Bayern. Moderiert wurde die Veranstaltung von Simon Stadler (Donau-Post).
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Herausforderungen und Chancen beim Ausbau der Windkraft. Dabei wurde deutlich, dass die Energiewende neben ambitionierten Ausbauzielen vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren und eine frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger erfordert.
Bayern verfügt über großes Potenzial für den Ausbau der Windenergie. Moderne Windenergieanlagen, Repowering und Batteriespeicher können einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, wirtschaftlichen und nachhaltigen Energieversorgung leisten. Entscheidend ist nun, die vorhandenen Potenziale konsequent zu nutzen und die Rahmenbedingungen für Investitionen weiter zu verbessern.
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29.04.2026 - Windkraft findet zurück in institutionelle Portfolios

29.04.2026
Pressemitteilung
Windkraft findet zurück in institutionelle Portfolios
Steigende Kraftstoffpreise, nervöse Terminmärkte und die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten haben die Verwundbarkeit fossil geprägter Energiesysteme zuletzt deutlich vor Augen geführt. Sicherheits- und energiepolitische Unabhängigkeit gewinnt für Politik wie Kapitalmärkte wieder an Wert und rückt die heimische Erzeugung neu in den Fokus. Neben den im Klimaschutzprogramm vorgesehenen Ausbauvolumina von rund zwölf Gigawatt wird auf Bundesebene eine zusätzliche Sonderausschreibung für Onshore-Windenergie in Höhe von etwa fünf Gigawatt diskutiert, die unter anderem auf eine bayerische Initiative im Bundesrat zurückgeht. Flankiert vom Wegfall der bayerischen 10H-Regelung eröffnet sich erstmals seit Jahren wieder ein verlässlicher Wachstumskorridor für die Windkraft an Land. Marktbeobachter sehen darin einen strukturellen Wendepunkt, der die Anlageklasse für institutionelle Investoren, Family Offices und Stiftungen neu interessant macht.
Volatile Preise an den Terminmärkten und an der Zapfsäule zeigen, wie schnell sich Marktverwerfungen auf die Realwirtschaft auswirken. Vor diesem Hintergrund kommt der deutsche Windkraftausbau an Land nach Jahren stagnierender Genehmigungen und blockierter Flächen zum richtigen Zeitpunkt wieder in Bewegung. Treiber sind klare politische Impulse auf Bundes- und Landesebene. Das Klimaschutzprogramm von Umweltminister Carsten Schneider sieht eine schrittweise Ausschreibung von zusätzlich zwölf Gigawatt Windkraftleistung an Land vor – ein Volumen, das Projektentwicklern und Investoren erstmals seit Längerem wieder verlässliche Planungsgrundlagen bietet. Hinzu kommt eine Initiative aus Bayern: Die Landesregierung um Markus Söder und Hubert Aiwanger hat im Bundesrat eine zusätzliche bundesweite Sonderausschreibung für Onshore-Windenergie in Höhe von rund fünf Gigawatt angestoßen. Parallel öffnet der Freistaat über die jüngst gelockerten Mindestabstandsvorgaben – vor allem auch staatliche – Flächen, die über Jahre faktisch vom Windausbau ausgeschlossen waren. „Der Markt hat die Signale bereits in der Ampelkoalition gemerkt und die Voraussetzungen für viele neue Projekte geschaffen. Die politischen Signale sind eindeutig: Der Ausbau der Windenergie wird nicht gebremst, sondern gezielt vorangetrieben. Genau dieses Vorgehen ist entscheidend für Investitionsentscheidungen“, ordnet Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG, die Lage ein. Einen Dämpfer könnte in diesem überwiegend positiven Bild allerdings das jüngst vorgelegte Netzpaket von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche geben. Mit einer höheren Kostenbeteiligung der Projektentwickler am Netzanschluss und einer Aufweichung des Anschlussvorrangs für erneuerbare Energien setzt dieses Akzente, die Marktteilnehmer mit Sorge betrachten. Hartauer rechnet jedoch damit, dass das Paket angesichts der weltpolitischen Dynamik in seiner jetzigen Form nicht unverändert umgesetzt wird. Es braucht nicht weniger, sondern mehr Erneuerbare Energien.
Strukturwandel macht Standorte wieder wirtschaftlich
Die neue Dynamik gründet nicht allein auf politischer Rückendeckung. Parallel sorgen technologische Fortschritte dafür, dass auch bislang wenig attraktive Standorte wirtschaftlich erschließbar werden. Die Energieerträge moderner Anlagen sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, gleichzeitig werden regulatorische Hemmnisse schrittweise abgebaut. Ein Beispiel sind die in einzelnen Bundesländern angepassten Abstandsregelungen zu Wetterstationen oder militärischen Einrichtungen und Drehfunkfeuern, wodurch Flächen wieder für die Projektentwicklung in Betracht kommen, die über Jahre praktisch ausgeschlossen waren. „Mit den heutigen Anlagengenerationen lassen sich Standorte wirtschaftlich betreiben, die noch vor wenigen Jahren als grenzwertig galten“, erklärt Hartauer. „Für Investoren bedeutet das einen deutlich erweiterten Pool an investierbaren Projekten und damit eine breitere Diversifikationsbasis innerhalb der eigenen Erneuerbaren-Allokation.“ Eine zunehmende Standardisierung der Genehmigungsverfahren kann perspektivisch die Eintrittshürden senken und mache den Markt insbesondere für mittlere Projektgrößen wieder berechenbarer.
Windkraft als rationaler Baustein institutioneller Portfolios
Mit der politischen und technologischen Wende rückt die Anlageklasse wieder verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren. „Erneuerbare Energien sind nicht mehr ausschließlich ein politisches Projekt, sondern ein Baustein in der strategischen Asset Allokation. Investoren suchen stabile, planbare Cashflows – und genau das liefert die Windenergie an Land bei Betriebszeiten von 20 bis 30 Jahren „, so Hartauer. Besonders ausgeprägt sei dieses Interesse derzeit bei institutionellen Investoren, Family Offices und Stiftungen, die nach Anlageklassen suchen, die Renditeerwartungen mit Resilienz und Nachhaltigkeit verbinden. Wie sich diese Logik in konkrete Investments übersetzt, zeigt sich auch in der eigenen Aufstellung von CAV Partners: Im Rahmen des CAV WindProjekt Bayern beteiligt sich das Unternehmen an der Entwicklung bis zur Baureife von insgesamt 45 Windkraftanlagen im Freistaat. Entscheidend sei dabei nach Hartauers Einschätzung weniger die Anzahl der Standorte, als vielmehr ein integrierter Portfolioansatz über Entwicklung, Errichtung und langfristigen Betrieb hinweg – ein Anspruch, der zunehmend zum Maßstab für institutionelle Anleger werde. Aus dem Grund plant die CAV Parters AG ein Investitionsvehikel zu lancieren, welches dann für Investoren eine langfristige Teilhabe ermöglicht. Erste Gespräche hierzu mit Seed-Investoren finden bereits statt.
Dezentrale Erzeugung als strategische Antwort auf Volatilität
Zusätzliches Gewicht erhält die Aufmerksamkeit für die heimische Energieerzeugung durch die aktuelle weltpolitische Lage. Energiepreise an den Großhandelsmärkten und für Endverbraucher zeigen, wie schnell sich Risiken einseitiger Abhängigkeiten in der Realwirtschaft niederschlägt. „Dezentrale Erzeugung aus Wind, Solar und Speicher ist die strukturelle Antwort darauf. Sie ist nahezu überall verfügbar, geopolitisch unabhängig und nach den Anfangsinvestitionen im Betrieb weitgehend unabhängig von fossilen Rohstoffen“, so Hartauer. Bemerkenswert sei zudem, dass die hohe Quote erneuerbarer Energien dazu beigetragen habe, dass die deutschen Stromgroßhandelspreise im internationalen Vergleich zuletzt eine gewisse Stabilisierung gezeigt haben und sich von den weltweiten Schwankungen nicht anstecken ließen. Für die kommenden Jahre erwartet Thomas Hartauer einen kontinuierlichen Aufwärtstrend der Investitionsdynamik – getragen von politischer Verlässlichkeit, technologischem Fortschritt und einem zunehmenden Interesse institutioneller Anleger an stabilen, langfristigen Cashflows aus Wind, Solar und ergänzenden Batteriespeicherprojekten.
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25.02.2026 - Strategische Partnerschaft zwischen CAV Partners AG und EXPEC Green Energy GmbH

Pressefoto:
Tobias Baierl, Geschäftsführer EXPEC Green Energy und Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender/CEO und Gründer der CAV Partners AG bei der Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft
Bildnachweis: Thomas Gugau
25.02.2026
Pressemitteilung
Zwei Regensburger Unternehmen schließen sich zusammen: Strategische Partnerschaft zwischen CAV Partners AG und EXPEC Green Energy GmbH
– Ausbau der Windenergie als neues Wachstumsfeld –
Die CAV Partners AG baut ihr Investitions- und Kompetenzspektrum im Bereich Windenergie Repowering gezielt weiter aus. Mit der EXPEC Green Energy GmbH aus Regensburg wurde hierzu eine langfristige strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel der Kooperation ist der gemeinsame Ausbau von Windenergieprojekten in Deutschland mit einem regionalen Schwerpunkt in mehreren Bundesländern außerhalb Bayerns – verbunden mit einem klaren Fokus auf Repowering-Potenziale und strukturierte Projektentwicklung.
Strategische Erweiterung des Geschäftsmodells
Die CAV Partners AG strukturiert seit neun Jahren Kapitalanlagen mit Fokus auf Erneuerbare Energien. Neben einem starken Engagement im Photovoltaiksektor ist Windenergie seit Unternehmensbeginn ein gleichwertiger Bestandteil der Portfolios – die erste von CAV erworbene Beteiligung war ein deutsches Windprojekt. Mit der nun geschlossenen Partnerschaft baut die CAV ihr Tätigkeitsfeld gezielt entlang der Wertschöpfungskette weiter aus und begleitet künftig verstärkt auch die Projektentwicklung im Bereich Repowering Windenergie.
Die EXPEC Green Energy Gruppe hat in den vergangenen Jahren ihr Geschäftsmodell erfolgreich im Bereich Windenergie ausgeweitet und ein Portfolio von mehr als zwei Dutzend „Post-EEG“- Windenergiestandorten in Deutschland aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bestandsanlagen mit substanziellem Repowering-Potenzial.
„Mit der EXPEC Green Energy Gruppe gewinnen wir einen strategischen Partner, der über eine hohe Kompetenz in der Projektakquise und Projektentwicklung verfügt. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage, alte Windenergieprojekte als Repowering strukturiert zu entwickeln, langfristig zu finanzieren und effizient zu betreiben. Die Vorstandschaft der CAV Partners AG vereint jahrzehntelange Erfahrung aus über 350 Wind- und Solarprojekten in Europa sowie Beteiligungen mit einem kumulierten Investitionsvolumen von mehr als 1,5 Mrd. Euro. Neben Initiierung, Strukturierung und Verwaltung liegt unsere besondere Stärke im Repowering und der wirtschaftlichen Optimierung bestehender Anlagen. Unser Anspruch ist es, das volle Potenzial der operativen Gesellschaften auszuschöpfen – durch einen effizienten Weiterbetrieb, die Sicherung langfristiger Erträge und die Realisierung zusätzlicher Wertsteigerungschancen“, so Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender/CEO und Gründer der CAV Partners AG. Das Repowering umfasst den Ersatz der über 20 Jahre alten Anlagen durch eine neue Generation leistungsstarker Windenergieanlagen. Moderne Technik, größere Dimensionen und höhere Leistung führen zu einer deutlichen Steigerung des Stromertrags und erhöhen den möglichen Stromertrag je Standort und verbessern damit die Flächeneffizienz.
Klare Rollenverteilung – gemeinsame strategische Steuerung
Die Kooperation basiert auf einer klar definierten operativen Aufgabenverteilung bei gleichzeitiger gemeinsamer strategischer Steuerung
- Die EXPEC Green Energy Gruppe verantwortet insbesondere die Projektidentifikation, Sicherung von Standorten sowie die Projektentwicklung bis zur Baureife.
- Die CAV Unternehmensgruppe übernimmt die Geschäftsführung, Finanzierung, Strukturierung, langfristige Beteiligung sowie die kaufmännische Betriebsführung der Projekte.
Zur Umsetzung wird eine gemeinsame Gesellschaft gegründet – die CAVEX Green Energy GmbH – an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. Diese fungiert als Komplementärin in den jeweiligen Projektgesellschaften. Entscheidungen werden partnerschaftlich und auf Augenhöhe getroffen.
„Mit der Gründung der CAVEX Green Energy GmbH setzen wir gemeinsam mit der CAV Partners AG aus Regenstauf ein starkes Zeichen für die Region und die Zukunft der erneuerbaren Energien. In kürzester Zeit ist es uns gelungen, ein gemeinsames Verständnis, Vertrauen und eine klare Vision für die gemeinsame Entwicklung zu schaffen. Diese neue Partnerschaft steht für unternehmerische Dynamik, fachliche Stärke und menschliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, so Tobias Baierl, Geschäftsführer, EXPEC Green Energy GmbH.
„Die Synergien zwischen unseren Unternehmen liegen auf der Hand – insbesondere im Bereich des Repowerings. Durch die Kombination unserer Kompetenzen in der Projektentwicklung können wir bestehende Anlagen effizienter, nachhaltiger und zukunftssicherer gestalten. Die CAVEX Green Energy ist damit nicht nur ein Name, sondern Ausdruck eines gemeinsamen Willens, die Energiewende aktiv zu gestalten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der CAV Partners AG und bin überzeugt, dass wir gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten werden“, betont Baierl.
Fokus auf Repowering und langfristige Wertschöpfung
Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Nutzung von Repowering-Potenzialen. Durch den Ersatz älterer Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Windenergieanlagen lassen sich Flächeneffizienz, Ertrag und Wirtschaftlichkeit deutlich steigern.
Mit dieser strategischen Partnerschaft positioniert sich die CAV als integrierter Akteur entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie – von der frühen Evaluierung über Finanzierung und Strukturierung bis hin zur langfristigen Betriebsführung und baut somit die Angebotspalette für Investoren gezielt weiter aus.
Ausblick
Die Partnerschaft ist Ausdruck der konsequenten Weiterentwicklung der CAV Unternehmensgruppe. Neben der laufenden Entwicklung von Photovoltaikprojekten in Deutschland und Italien sowie der Windprojektentwicklung in Bayern erweitert die CAV damit ihre Kapazitäten gezielt um die Repowerings von Windenergieanlagen.
Damit stärkt die CAV:
- ihre Diversifizierung innerhalb der erneuerbaren Assetklassen
- ihre Rolle als strukturierender Finanzierungspartner
- ihre Position im Bereich von Infrastrukturinvestments in Erneuerbare Energien
Ziel ist es, Anlegern langfristig ausgerichtete Beteiligungsmöglichkeiten im Bereich Erneuerbare Energien zu bieten. Zugleich eröffnet die Erweiterung des Geschäftsmodells die Möglichkeit, sich bereits in frühen Phasen entlang der Wertschöpfungskette zu engagieren. Damit können Anleger nicht nur in bestehende Windprojekte investieren, sondern über ihr Kapital auch die Realisierung neuer Projekte aktiv ermöglichen.
Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) widmet sich der maßgeschneiderten Gestaltung von nachhaltigen Kapitalanlagen für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarktbereich. Zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft hat die CAV seit 2021 auch die Realisierung eigener Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien übernommen. Im Windbereich hat die CAV 2025 eine neue strategische Partnerschaft aufgenommen und ist im Rahmen des CAV WindProjekt Bayern am Aufbau von mehreren Windenergieanlagen an insgesamt neun Standorten in Bayern beteiligt. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der Entwicklungsphase bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau und nachhaltigen Betrieb der Photovoltaik- und Windanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit dem Jahr 2022 erweitert die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum ständig weiter, indem sie nicht nur die kaufmännische Betriebsführung für die hauseigenen Anlagen übernimmt, sondern diese Expertise europaweit auch externen Wind- und Solarfonds als Geschäftsführung anbietet.
Über die EXPEC Green Energy:
Die EXPEC Green Energy ist als Teil der EXPEC Unternehmensgruppe ein in Regensburg gegründetes und ansässiges Unternehmen, welches sich der Projektierung, dem Bau und dem Betrieb von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie in Zusammenarbeit mit privaten, kommunalen und industriellen Kunden sowie dem Handel mit regenerativ erzeugter Energie verschrieben hat. Als inhabergeführtes Unternehmen arbeitet die EXPEC Green Energy mit Leidenschaft an Projekten der Erneuerbaren Energien, wobei die Expertise im Bereich Betrieb von Bestandswindkraftanlagen und das Repowering besteht. Vom Hauptsitz in Regensburg und der Niederlassung in Berlin werden die deutschlandweiten Standorte betreut.
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20.02.2026 - Deutschland benötigt bis 2045 rund zu 600 GWh Batteriespeicher

20.02.2026
Pressemitteilung
Deutschland benötigt bis 2045 rund zu 600 GWh Batteriespeicher – CAV-Analyse zeigt Ausbau nur mit verstärktem privatem Kapital realisierbar
Deutschland muss seine installierte Batteriespeicherkapazität von derzeit rund 22 Gigawattstunden (GWh) auf bis zu 600 GWh bis 2045 erhöhen. Nur so lassen sich die Stromnetze wirksam entlasten und die Energiewende systemstabil umsetzen. Die aktuell zunehmende Netzüberlastung ist dabei nicht Folge eines zu schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien, sondern vor allem Ergebnis eines über viele Jahre hinweg verzögerten Netzausbaus, der mit der Dynamik der Erzeugung nicht Schritt gehalten hat. Gleichzeitig sind die Systemkosten für große Batteriespeicher in den vergangenen Jahren deutlich gesunken und könnten langfristig um mehr als 60 Prozent unter dem früheren Niveau liegen. Aus dieser Entwicklung ergibt sich ein erheblicher Investitions- und Infrastrukturbedarf im Energiesystem. Ökologisch als auch ökonomisch sind Investitionen spannend.
Deutschland muss seine installierte Batteriespeicherkapazität von derzeit rund 22 Gigawattstunden (GWh) auf bis zu 500 bis 600 GWh bis 2045 erhöhen – also auf etwa das 25-fache. Nur so kann das Stromnetz stabil bleiben, wenn der Stomverbrauch steigt und immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen kommtZu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der CAV Partners AG auf Grundlage veröffentlichter Verbrauchsdaten und Langfristszenarien maßgeblicher Institutionen wie Bundesnetzagentur, BMWK, BDEW, Fraunhofer ISE sowie energieökonomischer Klimaneutralitäts-Szenarien.
Der Bruttostromverbrauch dürfte sich nach verschiedenen Szenarien bis 2045 von derzeit rund 512 Terawattstunden (TWh) auf in der Spitze 1.300 TWh mehr als verdoppeln. Treiber sind die schrittweise Umstellung auf Elektromobilität, Wärmepumpen, industrielle Elektrifizierung sowie zusätzliche Rechenzentrumsleistungen. Parallel steigt der Anteil erneuerbarer Energien weiter an, während konventionelle Erzeugungskapazitäten aus politischen und wirtschaftlichen Gründen schrittweise aus dem Markt ausscheiden. Aus diesem Grund ist eine Zwischenspeicherung von Strom unumgänglich.
Deutliche Lücke zwischen Bestand und Zielpfad
Die installierte Batteriespeicherkapazität ist in den vergangenen Jahren zwar dynamisch – von 0,2 GWh im Jahr 2018 auf rund 22 GWh zur Jahresmitte 2025 gewachsen. Gemessen an den diskutierten Zielpfaden und den bereits seit zwei Jahren stetig wachsenden Phasen von Negativstunden am Strommarkt, bleibt der Ausbau jedoch deutlich hinter dem notwendigen und zukünftig absehbaren Bedarf zurück. Bereits bis 2030 wird in verschiedenen Szenarien ein Wert von rund 125 GWh als erforderlich angesehen – das Sechsfache der heute installierten Kapazität und rechnerisch gleichbedeutend mit den Batterien von 1,7 Millionen Elektroautos.
Langfristszenarien zur Klimaneutralität 2045 gehen – abhängig von Elektrifizierungsgrad, beispielsweise bei Fahrzeugen oder Heizungen, den Verbrauchsmustern und dem grundsätzlichen Aufbau des Energiesystems – von einem Speicherbedarf von 500 bis 600 GWh aus. Batteriespeicher übernehmen dabei zentrale Funktionen: Sie gleichen kurzfristige Schwankungen aus Wind- und Solarstrom aus, stabilisieren Frequenz und Netzbetrieb und erhöhen die Flexibilität im Gesamtsystem. Großer Vorteil gegenüber den von regierungsseite favorisierten Gaskraftwerken ist die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit bei Strommangel oder -überschuß.
„Mit wachsender Elektrifizierung steigt der Bedarf an flexiblen Systemkomponenten deutlich“, warnt Thomas Hartauer, Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. „Batteriespeicher werden damit zu
einer strukturell notwendigen Infrastruktur für ein Stromsystem, das zunehmend aus erneuerbaren Energien besteht.“
Sinkende Systemkosten verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Parallel zum steigenden Bedarf sind die Systemkosten für Batteriespeicher deutlich gesunken. Nach Daten des Fraunhofer ISE lagen diese 2018 noch bei rund 650 Euro pro Kilowattstunde, aktuell bei etwa 320 Euro. „Für die kommenden Jahre werden mit größeren Produktionskapazitäten und einem erwarteten technischen Fortschritt weitere Kostendegressionen prognostiziert, sodass langfristig eine Reduktion um mehr als 60 Prozent gegenüber früheren Niveaus möglich erscheint“, so Hartauer. Dem entgegen stünden, wie in anderen Bereichen auch, der verlässliche Zugang und die Preisentwicklung der relevanten Rohstoffe.
Die Kombination aus wachsender Systemrelevanz und sinkenden Technologiepreisen macht Speicherprojekte zugleich wirtschaftlich wesentlich attraktiver. Neben zusätzlicher Speicherkapazität rückt vor allem die Art des Einsatzes in den Fokus: Systemdienliche Anwendungen wie Regelenergie, also der Notfallpuffer des Stromnetzes, Flexibilitätsmärkte und netzstabilisierende Dienstleistungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil sie Erzeugung, Netz und Verbrauch effizient miteinander ausgleichen.
Regionale Konzentration und strukturelle Fragmentierung
Regional konzentriert sich der Ausbau derzeit stark auf wenige Bundesländer. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vereinen mehr als die Hälfte der installierten Leistung, während der Markt laut Hartauer strukturell weiterhin fragmentiert ist: „Ein Großteil entfällt auf dezentrale Klein- und Hausspeicher, großskalige Batteriespeicherprojekte haben bislang noch einen vergleichsweise geringen Anteil.“
Nach Einschätzung der Experten der CAV Partners AG wird der beschleunigte Ausbau von Batteriespeichern damit zu einer zentralen infrastrukturellen Aufgabe der kommenden Jahre – auch, weil hierfür verstärkt privates Kapital, etwa von (semi-)institutionellen Investoren, mobilisiert werden muss. „Die Stabilität der Stromversorgung wird zunehmend von Flexibilitätsoptionen abhängen“, so Hartauer. „Der Ausbau von Speicher- und Netzinfrastruktur ist damit eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und zugleich attraktiver Investmentsektor.“
Über die CAV Unternehmensgruppe:
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) widmet sich der maßgeschneiderten Gestaltung von nachhaltigen Kapitalanlagen für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarktbereich. Zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft hat die CAV seit 2021 auch die Realisierung eigener Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien übernommen. Im Windbereich hat die CAV 2025 eine neue strategische Partnerschaft aufgenommen und ist im Rahmen des CAV WindProjekt Bayern am Aufbau von mehreren Windenergieanlagen an insgesamt neun Standorten in Bayern beteiligt. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der Entwicklungsphase bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau und nachhaltigen Betrieb der Photovoltaik- und Windanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit dem Jahr 2022 erweitert die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum ständig weiter, indem sie nicht nur die kaufmännische Betriebsführung für die hauseigenen Anlagen übernimmt, sondern diese Expertise europaweit auch externen Wind- und Solarfonds als Geschäftsführung anbietet. All dies spiegelt sich auch in der positiven Leistungsbilanz wider. Mittlerweile ist die CAV Unternehmensgruppe mit 33 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in 6 europäischen Ländern aktiv.
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100.000.000 € - Nächster Meilenstein erreicht

06.06.2025
News
Gestern durften wir einen besonderen Meilenstein feiern: Unser verwaltetes Vermögen im Bereich der Erneuerbaren Energien hat die Marke von über 100 Mio. EUR Eigenkapital überschritten. Was als ambitioniertes Ziel begann, wurde dank eines großartigen Teams, verlässlicher Partner und vor allem des Vertrauens unserer Investor:innen möglich. Diesen Erfolg durften wir gemeinsam im Team mit einer großen belegten Brezel in Form der Zahl „100“ feiern.
Wir haben Hunger auf mehr und freuen uns auf die nächsten Meilensteine – und auf noch mehr Impact, den wir gemeinsam mit unseren Investor:innen sowie Partnern erschaffen.
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Ein Gespräch über die Zukunft der Energieversorgung
05.05.2025
News
Ein Gespräch über die Zukunft der Energieversorgung
Im Gespräch mit Antje Erhard von der ARD spricht Thomas Hartauer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CAV, an der Frankfurter Börse über die Zukunft der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Dabei diskutieren sie Themen wie den Zubau von Erneuerbaren und wie dieser auch mit sinkenden Subventionen noch bewerkstelligt werden kann, welche Rolle die Politik und vor allem die neue Bundesregierung für die Branche und ihre Marktteilnehmer:innen spielt und wie Pläne zur Senkung der Stromsteuer und Netzentgelte für Investoren interessant sein könnte. Auch das derzeit viel diskutierte Thema der Netzüberlastung und die damit verbundenen negativen Strompreise wurde thematisiert.
Sehen Sie das komplette “Update Wirtschaft“ vom 05.05.2025, in dessen Rahmen das Interview stattfand, in der ARD Mediathek, auf tagesschau.de oder über den Button unten.


